Welcome to Dada-Rockismus!

Diphilister

© liebtier
"Die CD macht Heidenspaß. Krunk reimt sich nicht zufällig auf Punk, und so klingt auch die Musik: ungehobelt, wild und handgemacht. Also altmodisch, aber quicklebendig. Die 15 selbst geschriebenen Songst drehen sich um existenzielle Themen wie "Money", "Heino" und den "Regenwald", gesungen wird Englisch, Deutsch, Französisch und Arabisch. Dazu wimmert die Orgel, poltert das Schlagzeug und kreischt die Gitarre wie in den guten, alten Zeiten."

Steffen Radlmaier, Nürnberger Nachrichten

"Die Jungs machen neue Musik im alten Stil...Alles Ausufernde, Schwammige und Allzubreite, was uns die Siebziger so verleidet hat, wird vermeiden. Spitze ist Sakowski an der Gitarre. Kurz und knackig, die Riffs werden nur angerissen, nicht zum Heulen und Brüllen gebracht. Beschränkung auf das Wesentliche ist das wichtigste Stilmerkmal von Krunk. Das Zweitwichtigste ist die Freude am Zitat. Viebig sorgt für die Unterwasserorgel der Doors, Ziegler lässt den Bass poltern wie weiland Jack Bruce und sorgt für soliden Rhythmus...Lunz spielt, was besonders schwierig ist, ein kommentierendes Schlagzeug wie Ringo Starr bei Sgt. Pepper. Und trotz aller Vergleichsmöglichkeiten klingt dieser Sound nicht geklaut, sondern frisch und ursprünglich. Wurst Cluss Musuc, das erste Album von Krunk kann man auch einem Zwanzigjährigen schenken, ohne sich zu schämen."

Magnus Zawodsky, Nürnberger Zeitung

"Seit dem Auseinanderbrechen von Peter Angermanns Offizieller Polkakapelle sind diese Launemacher Nürnbergs legitime Statthalter für künstlerischen Krach. Mehr noch. Krunk – das Quartett um den Gelb-Künstler Fred Ziegler, den Konstruktivisten Wolf Sakowski, Comic-Maler Thomas Lunz und den Journalisten Peter Viebig – hat sein Spaßprojekt ganz schön auf Vordermann gebracht. Die neue CD Wurst Cluss Musuc ist eine wunderbare Wurstmaschine.

Ihre musikalische Vergangenheit wollen (und können) die Vier nicht leugnen. Wo sie spielen wackelt Papas Garage vor Rock-Erinnerungen. Sakowskis Gitarre stochert effektvoll im Psychedelic-Nebel, die anderen leisten sich den Charme unbehandelter Songs mit Charakter, jenseits der Wisch-und-Weg-Gefahr."

Andreas Radlmaier, Abendzeitung

Wurst Cluss Musuc heißt die erste CD des Nürnberger Musik-Quartetts Krunk. Ein Werk voller Facetten - bunt, anregend. Ein Werk, das zum Träumen einlädt.

Ein orientalischer Markt, unweit des Soik. Gaukler, die mit bunten Bällen jonglieren, ein Schlangenbeschwörer, der eine Kobra aus einem geflochtenen Korb lockt. Der Geruch von scharfen Gewürzen liegt in der Luft. Dann - die weite Landschaft der amerikanischen Plains. Eine Straße verläuft kilometerlang gen Westen. Die Sonne brennt, der Asphalt flimmert. Heißer Staub schwirrt durch die Luft. Schließlich - der Regenwald. Sanft prasselt der regen. Geräusche des Urwalds werden laut. Es ist feucht, nur schwer tastet sich die Sonne durch das dicke Blätterdach.

Tausend und ein Bild - das sind die Impressionen, die den Hörer ereilen, wenn er sich die CD der Nürnberger Band Krunk anhören. 15 Titel so unterschiedlich und facettenreich laden einmal zum mitwippen, dann wieder zum entspannten zuhören ein - führen dazu, dass die Gedanken fließen, an andere Orte dieser Welt entführen.

So ist der band gelungen, Musik für jedermann zu machen. Es ist gelungen, eine CD zu erstellen, die von vorne bis hinten eine runde Sache ist.

Susanne Fink, Neumarkter Tagblatt

Von der Band liegen mir überhaupt keine Infos vor, so dass ich mich ganz auf das Hörbare beschränken muss. Und das ist absolut überzeugend. Das von Golly produzierte Blues- und Roots-Album besticht durch die karge Instrumentierung und den urbanen Sound sowie die eindrucksvolle, kratzig-rauhe, spröde nach Whisky riechende Stimme des Gitarristen und Sängers Wolf Sakowski. Die ruhige, dezente Vortragsweise lässt dem Rauhbein Raum für die Intonation, dazwischen kreischt die Gitarre mit kurzen knackigen Licks. Die Keyboards (Peter Viebig) legen weit im Hintergrund den Teppich und Bass (Fred Ziegler) und Schlagwerk (Thomas Lunz) akzentuieren und bestimmen die Dynamik. Die nackte Instrumentierung entfaltet eine unglaubliche Stimmung. Das Album fügt sich fast nahtlos an Tom Waits`Closing Time an und das will was heißen! Dass die alten Käuze Humor und Selbstironie einbringen, lässt sich am besten beim Titel Heino in Erfahrung bringen.

rigoros, Zentralnerv - Magazin für Musiker in Bayern

Fred Ziegler, Peter Viebig, Wolf Sakowski und Thomas Lunz singen, hauen in die Tasten oder zupfen die Gitarren, dass es nur so kracht. In den Liedern ist viel Schmackes drin. Ihre erste CD "Wurst Cluss Musuc" hat kein Fett angesetzt, sondern ist erfrischend ungezügelt wie Musik vergangener Tage und manchmal auch ein bisschen schräg. Die Nürnberger Künstler-Journalisten-Kombo singt Englisch, Französisch, Deutsch und Arabisch. Abwechslung ist garantiert und für alle, die das Unkonventionelle mögen, ist die "Wurst Cluss Musuc" First Class.

Andreas Leitgeber, Nürnberg-heute

Das musikalische Feld wird diesmal weiter gestreckt als bei der ersten Ausgabe. Der Rock`n`Roll der Hot Rod Gang trifft auf den Hip-Hop der Phyxe, die Weltmusik von Argile steht neben dem Schweinerock der Zwangsversteigerten Doppelhaushälften. Daneben stechen aus den 17 Beiträgen, die extra für diese CD aufgenommen wurden, die Songs der live erfolgreichen Band Ernie´s Tale und der medial erfolgreichen KRUNK heraus. In jedem Fall ist diese CD erneut multifunktional: Als Geschenk, begehrtes Sammlerstück, zum Überblick-über-die-Szene-Verschaffen und für einen guten Zweck.

Stefan Weihnacht, Nürnberger Zeitung , über die 2.Straßenkreuzer-CD "Haiwäih do sell"

Toller Beitrag von KRUNK mit "Life Stinks".

wes, Doppelpunkt, über die 2.Straßenkreuzer-CD "Haiwäih do sell"

wolf’s musiktipps  

freitag abend war ich in erlangen (nachdem ich mir das frustrierende 0:0 der fürther gegen aachen reingezogen hatte) und hab mir zum ersten mal krunk angehört. lustige band: drei nicht mehr ganz so junge nürnberger maler mit wenig haaren und ein junggebliebener erlanger journalist lassen ihrem rock’n’roll-spieltrieb freien lauf und bieten musik von dadapunk bis daddelgroove – das macht spass und hört sich auch prima an. beim nächsten auftritt: hingehen und die cd (wurst cluss musuc) kaufen!

und hier noch ein Krunk-Portrait aus den Nürnberger Nachrichten:

Vier Freunde machen "Krunk"

Nürnberger Spaß-Band ist ein gern gesehener Gast auf Vernissagen und Galeriefesten

"Krunk" wird gesprochen wie krank und ist keinesfalls mit "unserem physischen oder psychischen Zustand gleichzusetzen", sagt Fred Ziegler. Der Nürnberger Künstler singt und spielt den Bass seit fünf Jahren in der "Spaß-Band". Zusammen mit den Malern Wolf Sakowski (Gitarre und Gesang), Thomas Lunz (Schlagzeug) und dem Keyboarder und Journalisten Peter Viebig hat Ziegler vor kurzem die erste CD aufgenommen (wir berichteten): "Wurst Cluss Musuc" heißt das Album, das im Juli erschienen ist. "Money!", schreit Ziegler ins Mikrofon, während Thomas Lunz sein Schlagzeug bearbeitet und Peter Viebig konzentriert in die Tasten haut. Wolf Sakowski stimmt ein und unterstützt mit seiner Gitarre. Im gelben Übungsraum flackern Kerzen, es ist ein bisschen stickig, weil "wir alle Türen und Fenster schließen müssen. Sonst wird's zu laut", sagt Ziegler. Irgendwie kommen einem die 70er Jahre in den Sinn. Wenn die vier Herren - alle um die 50 - jünger wären. "Wir machen das alles aus Spaß", sagt Lunz. "Wir haben keine Message." Angefangen hat aber alles viel früher: "So mit 17 habe ich den Peter Viebig in der Straßenbahn zur Schule kennengelernt", erzählt Fred Ziegler, dessen "Kunstmarkenzeichen" die Farbe Gelb ist. Zusammen spielten sie in der damaligen Szenekneipe "Rotes Roß". Musik hat bei den vier "Dickschädeln" (Lunz) immer eine große Rolle gespielt - neben der Kunst. An der Nürnberger Akademie haben die drei Künstler Malerei studiert. "Wir sind diplomierte Künstler und dementsprechend ,fertige' Männer", sagt Thomas Lunz. So fertig und bekannt, dass das Gemälde "Howard Hughes - Ikarus" von Wolf Sakowski im Neuen Museum Nürnberg hängt. Noten lesen können sie nicht. Richtig Unterricht hat nur Peter Viebig genossen - am Klavier. Die anderen sind Autodiktaten. Durch ihren hohen Bekanntheitsgrad als Künstler kamen sie zu Auftritten bei Vernissagen oder Galeriefesten. "Eigentlich sind wir erst seit ein bis zwei Jahren wirklich genießbar", meint Ziegler. Knapp zehnmal im Jahr treten sie auf, proben einmal die Woche in ihrem Übungsraum neben
Zieglers Atelier in der Nürnberger Südstadt. Ihre erste CD hat "Krunk" noch bekannter gemacht, sagen sie ein wenig stolz. Darauf 15 Songs mit ironischen Texten. Da wird "Heino" auf Deutsch gesungen. Oder "Sur la pla ge", am Strand, auf Französisch. Auch arabische Songs hat die Künstler-Combo in ihrem Repertoire - dank Zieglers Reiseleidenschaft für ferne Länder. Auf den Bandnamen "Krunk" kamen sie durch den Spruch "Funk macht krank", der sich eigentlich auf die Funkmasten und nicht die Musikrichtung bezieht. "Daran sieht man doch, dass man Worte ganz anders aussprechen kann, als sie geschrieben sind." Ebenso verhält es sich mit dem Titel ihrer CD: "Wurst Cluss Musuc", angelehnt an den Radiosender "First Class Music", den vor allem Lunz regelrecht verabscheut. Genauso aber darf an die gute alte Wurst gedacht werden. Auf eine Stilrichtung wollen sich die Vier eigentlich nicht festlegen: "Country-Punk-Funk-Jazz-Rock", sagt Sakowski. Und die anderen zucken die Schultern. Das, was beim Spielen entsteht, zu den Texten passt und der "Spaß-Band" eben Spaß macht.

KATJA KRETZSCHMAR